Tapenade Black Olive & Chilli aus Südafrika - 125 Gramm im Glas
Chaloner · Stellenbosch · 125 g im Glas
Black Olive & Chilli Tapenade
Schwarze Olive trifft rote Chilli. Keiner gibt nach.
Manche Tapenaden sind höflich. Sie liegen brav auf dem Baguette, schmecken nach Olive und machen sonst keinen Ärger.
Diese hier ist anders. Sie kommt aus den Bergen über Stellenbosch in Südafrika, besteht zu über 80 Prozent aus schwarzen Oliven und hat eine Chilli mitgebracht, die sich nicht hinten anstellen will.
Was im Glas ist
81,9 % Olivenpaste. Das ist eine klare Ansage: Hier geht es um Oliven, nicht um Füllstoffe. Dazu kommen Kapern, frischer Zitronensaft und Zitronenschale, etwas brauner Zucker, Knoblauch und schwarzer Pfeffer. Die Schärfe kommt gleich doppelt: aus getrockneter Chilli und aus einem Chilli-infundierten Olivenöl extra vergine vom eigenen Gut.
Das Ergebnis: tief und salzig von der Olive, hell und frisch von der Zitrone, und dann dieses warme Kribbeln, das sich langsam vorarbeitet.
Die Chilli ist hier Gewürz, keine Mutprobe. Aber sie sorgt dafür, dass du dir den nächsten Löffel sehr bewusst nimmst.
So wird sie gegessen
Aufs Brot: auf gutes Sauerteig- oder Ciabattabrot, mit ein paar Tropfen Olivenöl obendrauf. Mehr braucht es nicht.
Zum Braten: zu Lamm, Rind oder Hähnchen aus dem Ofen. Der Hersteller empfiehlt sie ausdrücklich als würzige Ebene für Fleischgerichte.
In Pasta: zwei Löffel unter heiße Spaghetti, etwas Nudelwasser, frische Petersilie. Pasta puttanesca für Ungeduldige.
Im Ofenreis: unter Risotto oder Reisaufläufe rühren und sich wundern, warum man das nicht schon immer so gemacht hat.
Zum Käse: neben milden Käse wie Mozzarella, Burrata oder Ricotta. Gegensätze ziehen sich an.
Seit 1992 auf der Farm über Stellenbosch
Hinter dem Glas steht Perry Chaloner, der seit 1992 in den Bergen bei Stellenbosch Oliven anbaut. Seine Farm Falcon's Nest umfasst rund 14 Hektar organisch gedüngte Obstgärten mit Oliven, Pflaumen, Zitronen und Orangen. Die Oliven reifen so lange wie möglich am Baum, und das hauseigene Olivenöl hat bei den südafrikanischen Olive Awards schon Gold und Silber geholt.
Angefangen hat Perry damit, Früchte von der Farm einzukochen und an Freunde und Familie zu verschenken. Heute wird immer noch in kleinen Chargen produziert, rückverfolgbar und mit dem Anspruch, nach Selbstgemachtem zu schmecken. Wer am Kap ist, kann im Tasting Room an der Blaauwklippen Road vorbeischauen und die Tapenaden mit frischem Brot probieren.
Drei Dinge, die nicht auf dem Glas stehen
GEHEIMZUTAT NR. 1
Vögel spüren keine Chilli-Schärfe. Capsaicin, der Stoff, der dir die Tränen in die Augen treibt, wirkt bei Säugetieren, aber nicht bei Vögeln. Das ist kein Zufall: Säugetiere zerkauen die Samen, Vögel schlucken sie ganz und verteilen sie weit weg. Die Chilli hat ihre Schärfe also erfunden, um uns fernzuhalten. Hat offensichtlich nicht geklappt.
GEHEIMZUTAT NR. 2
Kapern sind Blütenknospen. Die kleinen grünen Kugeln sind die ungeöffneten Knospen des Kapernstrauchs, der an Mauern und Felsen rund ums Mittelmeer wächst. Lässt man sie aufblühen, wird daraus eine hübsche weiß-violette Blüte. Man isst also gewissermaßen einen Blumenstrauß, bevor er losgelegt hat.
GEHEIMZUTAT NR. 3
Südafrika hat seine eigene Olive. Lange bevor jemand Olivenbäume aus dem Mittelmeer ans Kap brachte, wuchs dort schon der wilde afrikanische Olivenbaum, auf Afrikaans Olienhout. Seine Früchte sind klein und kaum essbar, sein Holz dafür so hart, dass man daraus früher Werkzeuge gemacht hat. Die Oliven in diesem Glas sind die zahmeren Verwandten aus Europa, aber sie wachsen in einem Land, das Oliven sozusagen im Blut hat.
Für wen die Tapenade gemacht ist
Für alle, denen normale Tapenade ein bisschen zu brav ist. Für Grillfans, die neben Ketchup und Senf endlich etwas Spannendes auf den Tisch stellen wollen. Für Pasta-Liebhaber mit wenig Zeit und hohen Ansprüchen. Und für alle, die ein Mitbringsel suchen, das klein ist, nach Urlaub schmeckt und garantiert für Gesprächsstoff sorgt.
Steckbrief
| Hersteller | Chaloner, Farm Falcon's Nest, Stellenbosch, Südafrika (seit 1992) |
| Inhalt | 125 g im Glas |
| Herstellung | kleine Chargen, rückverfolgbar, mit Olivenöl vom eigenen Gut |
| Zutaten | Olivenpaste (81,9 %), Kapern (Kapern, Wasser, Salz, Essig), Zitronensaft, brauner Zucker, Olivenöl extra vergine mit Chilli, Zitronenschale, Knoblauch, getrocknete Chilli (0,5 %), schwarzer Pfeffer. |
| Allergene | Kann Kerne enthalten. Hergestellt in einem Betrieb, der auch Schalenfrüchte und Fisch verarbeitet. |
| Nährwerte | |
| Lagerung | ungeöffnet kühl und trocken, nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren |
| Nebenwirkungen | warme Ohren, leere Brotkörbe, plötzliches Interesse an Kapstadt-Flügen |
Weil Oliven und Chilli zusammen mehr können als jeder für sich. Weil ein Glas reicht, um aus einem gewöhnlichen Abendbrot einen kleinen Ausflug ans Kap zu machen. Und weil Perry Chaloner seit über dreißig Jahren beweist, dass man mit einer Olivenfarm, viel Geduld und einer Prise Chilli ziemlich weit kommen kann.
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