Faber · Caserta · nur Padmaschinen
Faber Pro Essential 3.0 ESE-Padmaschine
Ein Hebel, ein Pad, ein Espresso. Mehr Philosophie braucht der Morgen nicht.
Es gibt Kaffeemaschinen, die fragen dich nach deinem Profil, deinem WLAN und deiner Lieblingsmilch.
Und es gibt die Faber Pro Essential. Die fragt nichts. Du legst ein ESE-Pad ein, ziehst den Messinghebel herunter wie bei einer alten Stanzpresse, drückst einen Schalter, und kurz darauf steht ein Espresso vor dir, der nach Süditalien schmeckt. Gebaut von einer Firma, die nichts anderes macht als Padmaschinen, und das mit einer Hingabe, die man sonst nur von Großmüttern beim Ragù kennt.
Was in ihr steckt
15 bar Pumpendruck und 500 Watt Heizleistung. Klingt nach Rennwagen, ist aber genau richtig: Für die eigentliche Extraktion braucht ein Espresso rund 9 bar, die Pumpe hat also Reserven, statt sich abzumühen.
Das Herz der Maschine ist der sogenannte „Siluro“, der Torpedo: ein Brühkolben aus Aluminium. Darunter sitzt der verstellbare Pad-Presser aus Messing. Mit ihm regelst du, wie fest das Pad zusammengedrückt wird. Fester heißt langsamer und kräftiger, lockerer heißt schneller und milder.
Tropft es beim Brühen am Rand, einfach ein Stück nach links drehen. Feinjustierung ohne Werkzeugkasten.
Die Brühtemperatur liegt bei 95 °C und passt für die meisten Röstungenn
Glas statt Plastik, Stahl statt Spielzeug
Wassertank: aus Glas, rund 1 Liter, und spülmaschinenfest. Kein Kalkfilm hinter milchigem Plastik, sondern klares Wasser, das du sehen kannst.
Gehäuse: lackierter Edelstahl, dazu Hebel, Trägerplatte und Bedienleiste aus Metall. Fühlt sich an wie ein Werkzeug, nicht wie ein Werbegeschenk.
Maße: ca. 17,5 × 26 × 24 cm (B × T × H). Die kompakte Version der großen Pro Deluxe 3.0, passend für Küchen, in denen der Toaster schon um seinen Platz kämpft.
Tassenablage: oben auf der Maschine, damit der Espresso nicht in eine kalte Tasse fällt.
Was sie bewusst nicht hat: einen Milchaufschäumer, einen Touchscreen und eine App. Die Faber ist eine Espressomaschine. Sie tut genau eine Sache, und die richtig.
Aus Caserta, seit der ersten Werkbank
Die Geschichte von Faber beginnt in einer kleinen Werkstatt in Marcianise in der Provinz Caserta, nördlich von Neapel. Dort baute Alfonso Teti Ende der 2000er-Jahre die ersten Prototypen, 2009 kam mit der Slot Plast das erste Modell auf den Markt. Seitdem baut Faber ausschließlich Maschinen für Pads. Alle Modelle teilen sich dieselbe Brühgruppe, die Serien unterscheiden sich vor allem im Design. Die Pro-Linie wird seit 2020 in Caserta entworfen. Das Firmenmotto ist unbescheiden und charmant zugleich: „Una Faber è per sempre“, eine Faber ist für immer.
Drei Dinge, die nicht in der Bedienungsanleitung stehen
PADWISSEN NR. 1
Deine Maschine kommt aus Königin Amidalas Nachbarschaft. In Caserta steht die Reggia di Caserta, einer der größten Königspaläste der Welt und seit 1997 UNESCO-Welterbe. George Lucas fand ihn so außerirdisch schön, dass er dort für Star Wars: Episode I (1999) den Palast der Königin von Naboo drehte. Für Episode II (2002) heirateten Anakin und Padmé heimlich im Schlosspark. Wer seinen Espresso künftig mit einem leisen „Möge die Crema mit dir sein“ serviert, hat also einen geografisch einwandfreien Grund.
PADWISSEN NR. 2
Der Name ist ein lateinischer Lebensratschlag. Faber heißt auf Latein Handwerker oder Schmied. Schon im alten Rom hieß es „Faber est suae quisque fortunae“: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Und das Motto „Una Faber è per sempre“ zwinkert ziemlich deutlich in Richtung „A diamond is forever“, dem berühmtesten Diamanten-Slogan der Welt. Einen Diamanten bekommst du hier nicht. Dafür eine Maschine, die man im Gegensatz zum Diamanten jeden Morgen benutzen kann.
PADWISSEN NR. 3
Das Kaffeepad ist älter als die meisten seiner Fans. Das erste vorportionierte Espresso-Pad aus Filterpapier kam 1974 aus Triest, erfunden bei illycaffè. Später wurde daraus der offene E.S.E.-Standard (Easy Serving Espresso) mit 44 Millimetern Durchmesser, den heute Röster in ganz Italien nutzen. 2024 wurde das Pad 50 Jahre alt. Kapseln kommen und gehen, das Papierpad bleibt. Und landet am Ende in der Biotonne statt im gelben Sack.
Für wen die Faber Pro Essential gemacht ist
Für alle, die echten Espresso wollen, aber keine Lust auf Mühle, Tamper, Waage und Abschlussprüfung haben. Für Kapsel-Aussteiger mit schlechtem Gewissen wegen der Alu-Berge. Für kleine Küchen, Büros und Ferienwohnungen. Und für alle, die bei einem schweren Messinghebel ein kleines, zufriedenes Grinsen nicht unterdrücken können.
Steckbrief
| Hersteller |
Faber, Caserta (Kampanien), Italien |
| Modell |
Pro Essential 3.0 |
| System |
E.S.E.-Pads, 44 mm |
| Pumpe |
15 bar |
| Heizleistung |
500 W, 220–230 V / 50 Hz |
| Brühtemperatur |
95 °C |
| Brühkolben |
„Siluro“ aus Messing |
| Pad-Presser |
Messing, verstellbar |
| Wassertank |
Glas, ca. 1 l, spülmaschinenfest |
| Gehäuse |
lackierter Edelstahl, Hebel und Bedienleiste aus Metall |
| Maße (B × T × H) |
ca. 17,5 × 26 × 24 cm |
| Garantie |
2 Jahre |
| Nebenwirkungen |
spontanes Hebelziehen, Star-Wars-Marathon, Lateinvokabeln beim Frühstück |
Tipp aus dem SoulTool-Lager: Die passenden Pads liegen schon bereit. Toraldo Cremosa für Crema-Fans, Passalacqua Habanera für die Eleganten und Lucaffè Pulcinella für Montage, die extra Koffein brauchen. Alle im E.S.E.-Format, alle passen.
Weil Espresso aus Pads nicht nach Kompromiss schmecken muss, wenn Messing, Glas und 15 bar im Spiel sind. Weil sie kompakt ist, ohne billig zu wirken. Und weil sie aus einer Stadt kommt, in der sogar die Jedi zu Gast waren.
Jetzt Hebel ziehen.