Tapenade Black Olive & Tomate aus Südafrika - 125 Gramm im Glas
Chaloner · Stellenbosch · Südafrika
Tapenade Black Olive & Sundried Tomato
Die Olive, die in Südafrika aufgewachsen ist und trotzdem nach Provence klingt.
Tapenade kennt man aus Südfrankreich. Oliven, Kapern, Knoblauch, Olivenöl, Baguette, Lavendel im Hintergrund.
Diese hier kommt allerdings vom anderen Ende der Welt: von einer kleinen Olivenfarm in den Bergen über Stellenbosch, eine knappe Stunde östlich von Kapstadt. Dort, wo andere Leute Weinberge haben, hat Perry Chaloner Olivenbäume. Und offensichtlich zu viele Ideen, was man damit anstellen kann.
Was im Glas ist
Gut sechzig Prozent schwarze Oliven, dazu ein ordentlicher Schwung sonnengetrockneter Tomaten. Soweit, so mediterran. Dann wird es interessant: rote Johannisbeeren und Gewürzgurke. Klingt erst mal nach Kühlschrank-Resteverwertung, schmeckt aber nach Absicht.
Die Johannisbeeren bringen eine leise fruchtige Säure, die Gurke einen frischen Biss, und zusammen holen sie die Oliven aus ihrer salzigen Ecke. Abgerundet wird das Ganze mit Kapern, Knoblauch, Olivenöl, Rotweinessig und Kräutern.
Herzhaft, leicht süß, ein bisschen frech. Eine Tapenade, die nicht nur Oliven kann.
So wird sie gegessen
Klassisch: auf geröstetem Baguette, mit einem Spritzer Zitrone. Bei Zimmertemperatur schmeckt sie am besten, also zehn Minuten vorher aus dem Kühlschrank holen.
Zum Käse: neben Ziegenkäse, Feta oder einem kräftigen Bergkäse. Spart dir das Chutney und das Gespräch darüber, welches Chutney.
In Nudeln: zwei Löffel unter heiße Pasta, etwas Nudelwasser dazu, fertig. Das schnellste Abendessen, das nach mehr aussieht.
Auf Pizza und Stulle: als Grundlage statt Tomatensauce oder einfach unter Mozzarella aufs Sandwich.
Beim Braai: zu Gegrilltem, so wie man das am Kap macht. Lammkotelett plus Tapenade ist eine Freundschaft fürs Leben.
Von Falcon's Nest ins Glas
Chaloner ist kein Lebensmittelkonzern, sondern eine Farm. Genauer: Falcon's Nest, rund 14 Hektar an den Hängen über der Blaauwklippen Road bei Stellenbosch. Dort wachsen Oliven, Pflaumen, Zitronen und Orangen in organisch gedüngten Obstgärten. Die Oliven dürfen so lange wie möglich am Baum reifen, damit sie ihr volles Aroma entwickeln.
Angefangen hat alles, wie gute Dinge oft anfangen: Perry Chaloner experimentierte mit den Früchten seiner Farm und verteilte die Ergebnisse an Freunde und Familie. Die wollten mehr. Heute, gut dreißig Jahre später, wird immer noch in kleinen Chargen gekocht, mit dem Ziel, dass es nach Selbstgemachtem schmeckt. Das Olivenöl der Farm hat bei den südafrikanischen Olive Awards schon Gold und Silber geholt. Und wer am Kap ist, kann im Tasting Room an der Blaauwklippen Road vorbeischauen und die Tapenaden mit frischem Brot probieren.
Drei Dinge, die nicht auf dem Glas stehen
GEHEIMZUTAT NR. 1
Tapenade heißt eigentlich „Kapernpaste“. Der Name kommt vom provenzalischen Wort tapèno für Kaper, nicht von der Olive. Die Olive ist also der heimliche Star, die Kaper hat nur den besseren Agenten. Als Erfinder gilt der Koch Meynier, der sie um 1880 im Restaurant La Maison Dorée in Marseille servierte. Ganz Südfrankreich hat sie danach zu „Omas altem Rezept“ erklärt.
GEHEIMZUTAT NR. 2
Frisch vom Baum ist eine Olive ungenießbar. Wirklich. Rohe Oliven sind so bitter, dass man sie sofort wieder ausspuckt. Schuld ist ein Stoff namens Oleuropein. Erst durch Einlegen, Salzen oder monatelanges Wässern wird aus der Bitterbombe etwas, das man freiwillig isst. Jede Olive in diesem Glas hat also einen langen Weg der Selbstfindung hinter sich.
GEHEIMZUTAT NR. 3
Stellenbosch war schon Stadt, als Berlin noch nicht Hauptstadt war. Die Stadt wurde 1679 gegründet und ist damit die zweitälteste Stadt Südafrikas. Berlin wurde erst 1701 Hauptstadt von Preußen. Bekannt ist Stellenbosch vor allem für Wein, aber zwischen den Reben wachsen auch Oliven. Die Gegend hat ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und feuchten Wintern, also genau das, was ein Olivenbaum unter „Urlaub“ versteht.
Für wen die Tapenade gemacht ist
Für Antipasti-Fans, die schon alles probiert haben, was es im Supermarkt gibt. Für Gastgeber, die in fünf Minuten etwas auf den Tisch stellen wollen, das nach zwei Stunden Arbeit aussieht. Für Leute, die ein Mitbringsel suchen, das kleiner ist als eine Flasche Wein und trotzdem nach Urlaub schmeckt. Und für alle, die beim Wort „Südafrika“ bisher nur an Wein und Safari gedacht haben.
Steckbrief
| Marke | Chaloner, Südafrika |
| Herkunft | Farm Falcon's Nest, Stellenbosch, Westkap |
| Herstellung | in kleinen Chargen, auf der Farm angebaut und verarbeitet |
| Anbau | Oliven aus organisch gedüngten Obstgärten, lange am Baum gereift |
| Inhalt | 125 g |
| Zutaten | Schwarze Oliven (63,4 %), getrocknete Tomaten (15,9 %) (Sonnenblumenöl, Weinessig, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure), rote Johannisbeeren, Gewürzgurken (Konservierungsstoff Kaliummetabisulfit), Olivenöl, Rotweinessig, Kapern, Knoblauch, Rohrzucker, Salz, Kräuter und Gewürze. |
| Allergene | enthält Sulfite. Kann Kerne bzw. Nüsse enthalten. Hergestellt in einem Betrieb, der auch Schalenfrüchte und Fisch verarbeitet. |
| Lagerung | ungeöffnet kühl und trocken, nach dem Öffnen |
| Nebenwirkungen | spontane Antipasti-Abende, leere Baguettes, Fernweh nach dem Kap |
Weil eine gute Tapenade eine Abkürzung ist. Und weil diese hier von einer Olivenfarm am anderen Ende der Welt kommt, von einem Mann, der einfach nicht aufhören konnte, mit seinen Früchten zu experimentieren. Johannisbeeren in der Tapenade. Wer macht so was? Zum Glück Perry Chaloner.
Glas auf, Brot drunter, Abend gerettet.
Bei Warenverfügbarkeit ist die Ware in der Regel innerhalb von max. 5 Werktagen bei dir.
